Roh- u. Hilfsstoffe

Kornoberfläche

Die Bestimmung der Kornoberfläche erfolgt durch eine subjektive Beurteilung unter dem Auflicht-Stereomikroskop bei 30- bis 60-facher Vergrößerung. Es werden die Oberflächen nach glatt, rau und zerklüftet  (glatt, rissig, porös, schrundig) unterschieden, durch subjektiven Vergleich mit Referenzphotographien.

Kornform

Die Kornform wird im allgemeinen in die Klassen rund, kantengerundet, eckig und splittrig eingeteilt, die Kornoberflächenbeschaffenheit in die Klassen glatt, glatt mit Unebenheiten, rauh, zerklüftet und stark zerklüftet. Die Kornform und die Kornoberflächenbeschaffenheit beeinflussen die spezifische Oberfläche und damit den Wasser- und Bindetonbedarf.

Die Bestimmung erfolgt durch manuelle Auswertung mikroskopischer Aufnahmen. Die Bestimmung der spezifischen Oberfläche kann durch eine Bestimmung des Adsorptionsvermögens oder der Gasdurchläs-sigkeit erfolgen.

Eine Korrektur dieser Kennwerte im Sandkreislauf erfolgt normalerweise nicht. Durch die Auffrischung des Kreislaufsands durch Neu- und Kernsand mit konstanter Kornform und Kornoberflächenbeschaffenheit stellt sich ein Beharrungszustand ein. Die Kenntnis dieser Sandkennwerte ist aber zur Steuerung des Sandkreislaufs notwendig, da sie einen Einfluss auf die notwendigen Hilfsstoffkonzentrati-onen haben.

Korngefüge

Das Korngefüge beschreibt den kristallinen Aufbau des Einzelkorns als mono- oder polykristallines Korn. Die Bestimmung erfolgt durch die Beurteilung eines Dünnschliffs unter dem Polarisationsmikroskop.

 

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